Wie verschlüssele ich meine E-Mails?

In Zeiten von Negativ-Schlagzeilen rund ums Thema NSA & Co steigt das Bedürfnis eines jeden Internetnutzers, seine Privatsphäre zu schützen. Wie gelangt man mit einfachen Mitteln zu einem sicheren E-Mail-Konto?

Nicht nur die normale Post in Briefform ließe sich theoretisch abfangen und von Fremden mitlesen, auch E-Mails sind nicht so privat, wie man denkt. Auch sie können gehackt werden, von Mitarbeitern des Mailanbieters gelesen oder gar vom Geheimdienst abgefangen werden. Wer dies oder auch das Lesen durch Dritte, die einfach nur das Passwort geknackt haben, von vornherein vermeiden möchte, der verschlüsselt seine Mails.

Die kostenlosen Verschlüsselungsprogramme

Voraussetzung für Windows Microsoft - User sind die kostenlosen Programme Thunderbird (von Mozilla), GnuPG und Enigmail (Thunderbird-Plugin). Das Einrichten benötigt etwas Zeit, wird aber Schritt für Schritt erklärt und gilt als wirksam - ohne Garantie. Niemand weiß schließlich, wie schnell die NSA verschlüsselte Mails entschlüsseln kann. Gerade die verschlüsselten sind die interessanten. Aber je mehr es davon gibt, desto schwieriger wird es sein, sie zu entschlüsseln. Ein kleiner Wermutstropfen für den User: Der E-Mail-Verkehr kann nach erfolgter Verschlüsselung nicht mehr im Browser stattfinden. Der Zugriff auf die Mails erfolgt in Thunderbird über POP3 oder IMAP.

Die Verschlüsselung

Der Text wird hierbei in eine Abfolge von Zeichen übersetzt. Der Empfänger der Mail ist die einzige Person, die den Text wieder entschlüsseln kann. Absender und Empfänger benötigen dafür jeweils einen Schlüssel. Dieser kann symmetrisch oder auch asymmetrisch sein, also gleichartig oder unterschiedlich. Dieser Schlüssel ist ein wichtiger Code, der gut aufbewahrt und behütet werden muss.

Mac-User nutzen zum Verschlüsseln eine andere Software wie GPGTools. Linux-User verfügen oft bereits über GnuPG.

Eine genaue Anleitung für das Einrichten einer Verschlüsselung gibt es beispielsweise hier:

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