Was hat Windows 8 zu bieten? Eine Auswahl.

Das neue Windows 8 ist da. Der Softwarekonzern Microsoft trumpft mit dem aktuellen Betriebssystem auf und hat einige Veränderungen im Gepäck. Was ist neu, was ist praktisch, was ist weniger gut...? Zunächst die Preisbombe: Die volle Windows 8 Pro-Version ist zum Einstieg als Download bereits für 29,99 Euro zu haben.

Das könnte die Marktanteile des zuletzt deutlich geschwächten Megakonzerns - wir berichteten - wieder enorm steigern. Ist man bereits in Besitz des Vorgängers Windows 7, zahlt man nur 14,95 Euro. Dies gilt jedoch nur für Käufer von PCs mit vorinstalliertem Betriebssystem, die den Erwerb nach dem 2. Juni 2012 getätigt haben. DVD-Preis und der Preis nach dem Einstiegsangebot, das Ende Januar 2013 endet, liegen deutlich höher.

Zunächst fällt das neue Desktop ins Auge. Anstelle kleiner Symbole und regulärer Startleiste empfängt den Nutzer von Windows 8 nun eine bunte Ansammlung von quadratischen und rechteckigen Symbolen, den sogenannten Live-Kacheln, hinter denen sich teils in interaktiver Funktion Internet Explorer, Wetter, Kalender, Musik, Fotos, Emails, etc verbergen. Diese können individuell verknüpft werden und zeigen aktuelle Ergebnisse/News an. Die Startleiste befindet sich nun auf dem rechten Bildschirmrand und erlaubt den Zugriff auf die wichtigsten Bedienfunktionen. Sollte man die gewohnte Form bevorzugen, so kann man zumindest die Desktopsymbole entsprechend der Vorgänger-Optik anpassen. Auf einem Tablet lässt sich das meiste mit den Fingern bedienen, ansonsten greift man wie gewohnt zu Maus und Tastatur. Ein witziges Detail: Ist der Bildschirm berührungsempfindlich kann man bei der Anmeldung die Option Bildcode verwenden und statt des klassischen Passwortes ein Bild "malen".

Das Installieren des neuen Betriebssystems gestaltet sich als schnell und unkompliziert. Die Installation zusätzlicher Treiber ist nicht vonnöten. Mit im Gepäck hat Windows 8 erstmals einen eigenen Virenscanner. Im Vergleich zu Windows 7 gibt es außerdem ein eigenes, Email-Programm, den Mail-Client. Er bietet zumindest die grundlegenden Mail-Funktionen. Möchte man DVDs abspielen, benötigt man das Media Center, das man im Internet herunterladen kann. Bis Ende Januar ist der Download kostenfrei.

Wer die volle und schnelle Leistung ausschöpfen will, dem sei gesagt: Windows 8 ist für ältere PCs nicht gut geeignet. Für Vista-Nutzer sehen die Chancen besser aus als für XP-Nutzer. Die besten Karten haben Windows 7-Nutzer. Hier sollte es die wenigsten Verzögerungen und Probleme geben. Als Voraussetzung empfiehlt Microsoft einen Computer mit einem 1 GHz-Prozessor. Mindestens 1 Gigabyte RAM (Arbeitsspeicher) empfiehlt sich für die 32-Bit-Version von Windows und entsprechend das Doppelte für die 64-Bit-Version. Der PC sollte außerdem über eine DirectX-9-fähige Grafikkarte verfügen.