Streetmap verklagt Google

Der britische Internet-Kartendienst Streetmap hat am High Court of England eine Klage gegen Google eingereicht. Die Geschäftsführerin Kate Sutton wirft dem Konzern vor, er manipuliere Suchergebnisse zu seinen eigenen Gunsten.

Streetmap möchte mit der Klage sein Geschäft schützen und Aufmerksamkeit für Technologie-Firmen gewinnen, die durch eine schlechte Google-Platzierung geschädigt werden. Seit Google-Maps als Konkurrenz das Terrain betreten hat, verlor der britische Online-Kartendienst, der sich in seinem Angebot auf Großbritannien konzentriert, reihenweise Benutzer. Das Problem: Die Suchmaschine Google soll seine eigenen Dienste - wie Google Maps - bevorzugen und an prominenter Stelle anzeigen. Andere Kartenanbieter - wie Streetmap - würden dadurch schwer auffindbar gemacht.

Sutton kritisiert die unfairen Wettbewerbsbedingungen und wirft Google klare Manipulation zum eigenen Vorteil vor. Verbraucher hätten gar nicht die Möglichkeit, frei wählen zu können und würden diskriminiert. Kleinere Unternehmen würden darunter leiden.

Tippt man jedoch stichprobenartig eine beliebige Straße in England in die Google-Suchmaschine ein, so erscheint zwar der entsprechende Google-Maps-Kartenausschnitt an oberster Stelle, doch sind auch andere Unternehmen auf der ersten Seite verlinkt und aufgeführt, unter anderem Streetmap.