Geschwächter Microsoft-Konzern geht in Offensive

Kurze Zeit vor der Verkaufsfreigabe von Windows 8, dem neuen Betriebssystem von Microsoft, hat der Softwarekonzern mit schlechten Zahlen überrascht. Aufgrund des schwachen Absatzes der aktuellen Software büßte der Konzern rund 8 Prozent seines Umsatzes ein.

Craig Mundie, "Chief Research and Strategy Officer" von Microsoft hat zugegeben, dass in der Geschäftsführung in den vergangenen Jahren Fehler gemacht worden sind. Diese Fehler betrafen vor allem Windows. Im Spiegel-Interview vom 22.10.12 gibt er zu, das Unternehmen wäre "durch eine schwere Zeit" gegangen. In die Zukunft sieht er jedoch positiv und deutet an, dass man zuversichtlich sei, wieder wettbewerbsfähiger im Verhältnis zu den führenden Unternehmen der Branche, Apple und Google, zu werden. "Microsoft hat seine Lektion gelernt", so Mundi.

Mit den neuen Produkten Windows 8, Windows Phone 8 und dem Tablet-Computer Surface sowie der kürzlich erschienenen Xbox Music geht Microsoft in die Offensive. Aber vor allem das Betriebssystem Windows 8 gilt - nach dem schleppenden Verkauf seines Vorgängers Windows 7 - als Hoffnungsträger für den Aufschwung des Konzerns. Tatsächlich war seitens einiger Marktanalysten bereits vermutet worden, dass viele Kunden auf Windows 8 warten oder anstelle einer PC-Neuanschaffung zu mobilen Geräten wie Tablet-Computer oder Smartphones greifen würden. Der grobe Aktieneinbruch und die damit verbundenen hohen Verluste des Unternehmens Microsoft waren dann dennoch überraschend.

Windows 8 gilt als die wichtigste Neuvorstellung seit langem und soll dem Konzern eine neue Ära erschließen. Neben dem PC- Betriebssystem wird gleichzeitig eine Version für Smartphones und zusätzlich für Tablet-Computer veröffentlicht.