Das war die CeBIT 2013: Trends und Highlights

Hannover: Die Computermesse CeBIT gilt trotz sinkender Besucherzahlen immer noch als weltweit größte Computermesse. Unter dem wortneugeschöpften Motto "Shareconomy" präsentierten 4100 Aussteller aus 70 Ländern vielfältige Produkte und Dienstleistungen rund um's immer weiter werdende Feld Computer/Digitales.

Trotz schwindender Besuchermassen (9% weniger als im Vorjahr) verbuchten die Veranstalter das Event als Erfolg. Die wirklichen Messe-Neuheiten hielten sich jedoch in Grenzen. Zu stark ist inzwischen die Konkurrenz auf dem digitalen Messe-Markt, zu nennen sei hier die bereits gelaufenen Groß-Veranstaltungen CES in Las Vegas und der Mobile World Congress in Barcelona. Dennoch hatte die CeBIT einiges an interessanten Neuheiten und Ideen zu bieten. Zahlreiche kleine Firmen und Start-Ups nutzten die Messe um zu zeigen, was sie können.

"Shareconomy" setzt sich zusammen aus "to share" (teilen) und "economy" (Wirtschaftlichkeit). Versinnbildlichen soll das Wort u.a. den Vorteil des Internets die Menschen hinter Angebot und Nachfrage zu vernetzen. Dahinter stecken Dienstleistungen und (Cloud-)Lösungen. Das Prinzip als solches wird längst genutzt und das mit viel Erfolg. Auf der CeBIT präsentierten Aussteller viele neue Dienstleistungs-Lösungen, die sich dieses Prinzip zunutze machen. Zum Beispiel "Carzapp": Der Online-Dienst bietet jedem die Möglichkeit, sein Auto dann zu vermieten, wenn es gerade nicht selbst genutzt wird. Mithilfe einer Schlüssel-App kann der Mieter ein im Auto verbautes kostenloses GPS-Schließsystem bedienen.

Kurios: Die Anbieter Fabbster, MakerBot und Ultimaker machen mit sogenannten 3D-Druckern Furore. Im FDM-Verfahren können die Drucker, wenn richtig programmiert, ganze Gegenstände aus - zuvor flüssigem - Kunststoff ausdrucken. 

Von sich reden machten auf der CeBIT auch ein Solarzellen-Reinigungsroboter, ein Billig-Retina-Display-Tablet aus China und sogenannte Smartglasses, das sind internetfähige Brillen, die dem Träger Informationen zum Gesehenen liefern.

Über die Brille hinaus wurde unter dem Titel "Internet der Dinge" das Prinzip denkender Maschinen an ganz verschiedenen Beispielen vorgestellt. Die Zukunftsvision sieht vor, dass sämtliche Dinge mit dem Internet verbunden sein werden. Das hätte den Vorteil, dass Teppiche die Notrufnummer wählen können, wenn eine Person fällt und bewußtlos liegen bleibt, dass Autos vor Glatteis oder Nebel warnen oder der Kühlschrank selbständig zur Neige gehende Lebensmittel nachbestellt.

Obwohl die Messe nicht mehr die Größe und den Zulauf hat wie noch vor Jahren: Die CeBIT ist und bleibt für viele IT-Unternehmen, Start-Ups und Besucher ein attraktives Ziel. Nicht zuletzt deswegen, weil sie für viele europäische Besucher und Aussteller mit Hannover einen klaren Standort-Vorteil bietet.