Bibliotheksverband fordert neue Regelungen fr E-Books

Einer Pressemitteilung im Rahmen der Vorstellung des aktuellen „Berichts zur Lage der Bibliotheken" zufolge fordert der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv) eine Gesetzesinitiative zur Gleichstellung von E-Books mit gedruckten Büchern. Das Angebot digitaler Medien wie E-Books wird zunehmend wichtiger.

Laut der öffentlichen Mitteilung des dbv bieten deutschlandweit inzwischen ca. 1000 Öffentliche Bibliotheken digitale Bücher an; im Vorjahr waren es lediglich rund die Hälfte. Das Ausleihen funktioniert als befristeter Download. Das Problem für die Bibliotheken liegt darin, dass im Rahmen der Ausleihe zusätzliche Vereinbarungen mit den Rechteinhabern getroffen werden müssen. Über die Lizenzierung der E-Books müsse einzeln verhandelt werden, so der dbv-Vorsitzende Frank Simon-Ritz. Das ist nicht nur sehr aufwendig, sondern auch nicht immer möglich. Nicht jeder Verlag stimmt einer Lizenzierung seiner E-Books zu.

Aus diesem Grund soll nun der Bundestag als Gesetzgeber tätig werden. Eine gesetzliche Regelung für digitale Medien, so wie sie bereits für das gedruckte Buch existiert, ist hier erforderlich und gewünscht. Nur auf diese Weise könnte eine Bibliothek, die E-Books anbietet, diese in Zukunft unterschiedslos in Deutschland erwerben und verleihen. Auch in der Buchpreisbindung für E-Books und dem Mehrwertsteuersatz fordert der dbv eine Neuregelung. So liegt der aktuelle Steuersatz für E-Books bisher bei 19 Prozent und solle laut dbv auf 7 abgesenkt werden. Dieser Prozentsatz gilt bislang für gedruckte Bücher, Zeitungen und Zeitschriften.