Amazon führt eigene Währung ein

Ab Mai führt der Internetanbieter Amazon eine eigene digitale Währung ein. "Amazon-Coin" soll sie heißen und umgerechnet den gleichen Wert eines US-Cents haben, berichtet Technology Review in seinem Online-Format.

Mit der neuen Währung lassen sich in Zukunft bequem Apps, E-Books, Musik, Videos sowie Einkäufe innerhalb bestimmter Apps bezahlen. Zunächst angestrebte Nutzer der neuen Währung sind Besitzer des Tablets "Kindle Fire" - bisher ausschließlich auf die USA beschränkt.

Verschiedene Anbieter hatten bereits elektronische Währungen mit unterschiedlichem Erfolgsquotient eingeführt. So hat sich beispielsweise "Bitcoin" durchgesetzt, die "Credits" von Facebook hingegen jedoch nicht.

App-Entwicklern bietet das neue System mehr Verdienstmöglichkeiten. Bis zum 25. April 2013 eingegangene Apps können daran teilhaben. Nach wie vor fallen 70% der Gewinne - also Erlöse der mit Amazon Coins bezahlten Rechnungen - an die Programmierer, die restlichen 30% bleiben bei Amazon.

Der Konzern verspricht sich durch die Einführung der virtuellen Währung nicht nur eine bessere Kundenbindung, sondern auch eine Umsatzsteigerung im App-Bereich.